Familientherapie

Familien sind komplexe soziale Systeme, die in verschiedenen Konstellationen unser gesellschaftliches Bild prägen – ob „klassisch“ als Elternpaar mit gemeinsamen Kindern, ob als Patchwork Familie, als Alleinerziehende, als Familien gleichgeschlechtlicher Partnerinnen/Partner oder als Familien mit getrennt lebenden Familienmitgliedern.
Auseinandersetzungen und Konflikte gehören zum Familienleben und sind Ausdruck für Lebendigkeit und Entwicklung. Manchmal geraten Familien allerdings in Schwierigkeiten, vielleicht durch persönliche Ereignisse, Schicksalsschläge oder Einflüsse von außen. Es kann sein, dass sich konflikthafte Verhaltensweisen zeigen, die einzelne Familienmitglieder oder auch die gesamte Familie stark belasten und beeinträchtigen, sodass es immer schwieriger wird, miteinander zu kommunizieren und zu leben.
Die Systemische Familientherapie eröffnet durch die Einbeziehung der Familie oder einem Teil der Familie die Möglichkeit, den Sichtweisen und Bedürfnissen einzelner Familienmitglieder Raum zu geben, wodurch Probleme einzelner Personen oft besser verstanden und gelöst werden können. Es geht darum, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Ressourcen der einzelnen Familienmitglieder zu nützen, um gemeinsam neue Wege der Kommunikation zu finden und das familiäre Gleichgewicht zu stabilisieren.

Bei folgenden Themen kann Familientherapie hilfreich sein:

 

  • Häufiger Streit oder Konflikte innerhalb der Familie, wodurch es zu Schwierigkeiten in der Kommunikation kommt
  • Schwierigkeiten eines Kindes in der Schule (z.B. aufgrund einer Teilleistungsstörung, Mobbing, pubertäre Krisen, Prüfungsängste)
  • Gewalt und Aggression innerhalb der Familie
  • Eine körperliche oder psychische Erkrankung eines Familienmitglieds (z.B. chronische Erkrankungen, Essstörungen, Ängste, psychosomatische Erkrankungen, Suchterkrankungen)
  • Lebenskrisen, wie ein Todesfall oder schwer belastende Lebensereignisse (z.B. Katastrophen, Unfälle, Überfälle, Arbeitslosigkeit, Schulden)